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Lange Nacht der Kultur in Kaiserslautern 30.5./1.6.2003 Rheinpfalz-Artikel über Lanyard und AufbauEnde (23.7.2003) Lange Nacht der Kultur in K'lautern 29./30.5.2004 (Programm) Lange Nacht der Kultur in K'lautern 28./29.5.2005 (Programm)
Lange Nacht der Kultur in Kaiserslautern 28./29.5.2005 (Photos) Lange Nacht der Kultur in K'lautern 24./25.6.2006 (Programm)
Lange Nacht der Kultur in K'lautern 24./25.6.2006 (Visualisierung)
 Lange Nacht der Kultur in K'lautern 16./17.6.2007 (Programm)
 

Im Gegensatz zu den Selbstdarstellungen der letzten Jahre sollte es diesmal etwas verwirrender und provokativer sein: "Supermarkt Musik" - bei einem Festival mit vielen Künstlern; dann auch noch die Assoziation zur Hintergrunddudelei der Supermärkte, und dies wiederum in falschem, aber modischem Neu Schreib.

Wichtig erschien es, die Musik nicht in einer Bilderflut zu ertränken - schließlich sind die Lieder das Wesentliche. Die Visualisierung soll die Musik und ihre Stimmung unterstützen und Akzente setzen sowie Platz für Freiraum lassen. Kriterien für die Bildauswahl waren neben assoziativen (z. B. das gequälte Ohr der Hölle in Boschs "Garten der Lüste") vor allem ästhetische, so dass sich die paradoxe Anmut einiger Passagen mit den Fraktalen ergänzt. Harten und schnellen Parts wird mit recht beängstigenden Schnitten und Bilderstakkatos entsprochen.

Programmatisch war geplant, die mittelalterliche Mystik von Meister Eckhart, Heinrich Seuse und Hugo von St. Viktor zu beleuchten und mit der Postmoderne zu kontrastieren. Dies auf zweierlei Weise: zum einen sollte der Verlust der Herleitung  menschlicher Schöpferkraft aus der Schöpfung Gottes und der Gottesebenbildlichkeit des Menschen in seinen Konsequenzen aufgezeigt werden, zum anderen sollte die Entindividualisierung des Menschen unter dem Banner gerade der Individualisierung beschrieben werden durch Kontrastierung zur Personalisierung Gottes in der Mystik.

Es war praktisch unmöglich, diese Planungen umzusetzen: zum einen sind die Mystiker nicht eben "leichte Kost" und würden durch Verknappung oder bloße Zitation entstellt, zum anderen hätten Satzungetüme (in Länge oder Tiefe) viel zu stark von der Musik abgelenkt. Die Lösung war dann ein möglichst aussagekräftiges Zitat zu jedem Liedbeginn, das sowohl auf den Titel des Programms als auch auf meine Assoziationen zu den einzelnen Stücken bezogen war.